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	<title>Ahornblatt GmbH</title>
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	<description>Naturgarten-Planung, -Beratung, -Versand, -Gartenmarkt</description>
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		<title>Tag der Rosenblüte: Vielfalt und Reichtum heimischer Rosen erleben</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 19:35:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[rosen]]></category>
		<category><![CDATA[rosenblüte]]></category>
		<category><![CDATA[rosensammlung]]></category>
		<category><![CDATA[verkauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 2. Juni 2012 &#8211; 10 bis 16 Uhr Ahornblatt wird Ihnen die ganze Vielfalt der heimischen Wildrosen und der Alten Rosen vorstellen. &#160; &#160; &#160; Dazu bieten wir an: Bilder, Bücher und Schriften rund um die Rose Möglichkeit zur Besichtigung der großen Mainzer Sammlung heimischer Rosen (stündliche Mitfahrmöglichkeit zwischen Gartenmarkt und Mainz-Lerchenberg), Nehmen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Samstag, 2. Juni 2012 &#8211; 10 bis 16 Uhr</strong></p>
<div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-466" title="Bildschirmfoto 2012-04-11 um 21.20.44" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Bildschirmfoto-2012-04-11-um-21.20.44.png" alt="" width="125" height="123" />Ahornblatt wird Ihnen die ganze Vielfalt der heimischen Wildrosen und der Alten Rosen vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dazu bieten wir an:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Bilder, Bücher und Schriften</strong> rund um die Rose</li>
<li>Möglichkeit zur <strong>Besichtigung der großen Mainzer Sammlung heimischer Rosen</strong> (stündliche Mitfahrmöglichkeit zwischen Gartenmarkt und Mainz-Lerchenberg), Nehmen Sie sich die Zeit, den Duft der Rosen und die Vielfalt der Farbenin Ruhezu genießen. Es gibt Sitzgelegenheiten und Getränke für eine Rast in einem kleinen Paradies.</li>
<li><strong>Vortrag: Wieviel Mensch verträgt die Natur?</strong><br />
<em><strong>Reinhard Richter</strong></em> (Rosenzüchter mit heimischen Sorten) aus Varel wird uns um 11.30 Uhr für die Veränderungen in der Umwelt und deren Folgen sensibilisieren und auf zeigen, was wir tun können, um heimischen Pflanzen und Tieren wieder Lebensräume zurückzugeben.</li>
<li>Anschließend laden wir Sie zu einem kleinen <strong>Imbiß und Getränken</strong> im Gartenmarkt ein.</li>
<li>Um 14.30 Uhr findet eine <strong>Führung durch die Rosensammlung</strong> auf dem Lerchenberg statt, bei der wir Ihnen einen Einblick in die Welt der heimischen Rosen geben möchten.</li>
</ul>
<p>Treffpunkt ist um 14.00 Uhr auf dem Ahornblatt-Gelände für die Abfahrt zum Lerchenberg.</p>
<p><strong>Der Gartenmarkt ist an diesem Tag für Sie geöffnet und bietet auch viele Rosen zum Verkauf.</strong></p>
</div>
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		<title>Die Obstliste 2012 ist da!</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 14:06:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen aus dem Pflanzenmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Jetzt als PDF-Datei herunterladen: Obstliste 2012 Urobst jetzt bestellen: Pflanzenmarkt Urobst von Ahornblatt Sorten heimischer Arten oder wildwachsende Formen eingebürgerter Arten (in der Regel) Pflanzen auf eigener Wurzel braucht genau so wenig Pflege wie heimische Wildgehölze (vorausgesetzt, sie sind standortgerecht gepflanzt) wird nicht in Monokulturen angepflanzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.19.44.png" rel="lightbox[214]"><img class="size-medium wp-image-210 alignnone" style="margin-left: 5px; margin-right: 5px;" title="Obstliste 2011" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.19.44-211x300.png" alt="" width="211" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.23.57.png" rel="lightbox[214]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-211" title="Obstliste 2011 - Auszug 1" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.23.57-150x150.png" alt="" width="90" height="90" /></a><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.24.14.png" rel="lightbox[214]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-212" title="Obstliste 2011 - Auszug 2" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.24.14-150x150.png" alt="" width="90" height="90" /></a><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.24.28.png" rel="lightbox[214]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-213" title="Obstliste 2011 - Auszug 3" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-19-um-14.24.28-150x150.png" alt="" width="90" height="90" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><strong>Jetzt als PDF-Datei herunterladen: <a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Obstliste-2012_Internet.pdf">Obstliste 2012</a></strong><br />
<strong>Urobst jetzt bestellen: <a href="http://gateway.selltec.com/go/ahornblatt_garten/slink.cgi?link=category:products:30000/urobst">Pflanzenmarkt</a></strong></p>
<h3>Urobst von Ahornblatt</h3>
<ul>
<li>Sorten heimischer Arten oder wildwachsende Formen eingebürgerter Arten</li>
<li>(in der Regel) Pflanzen auf eigener Wurzel</li>
<li>braucht genau so wenig Pflege wie heimische Wildgehölze (vorausgesetzt, sie sind standortgerecht gepflanzt)</li>
<li>wird nicht in Monokulturen angepflanzt, sondern Wildpflanzengemeinschaften zugeordnet</li>
<li>ist in der Regel besonders aromatisch und vitalstoffreich</li>
<li>meist von gedrungenem Wuchs und auch für kleine Gärten gut geeignet</li>
<li>besitzt eine hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten</li>
<li>ist ein Grundbaustein zum Erhalt der biologischen Vielfalt</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Fragen und Antworten rund um das Urobst-Konzept von Ahornblatt</h3>
<p><strong>Ist Ur-Obst noch etwas anderes als die sogenannten &#8220;Alten Obstsorten&#8221;?</strong><br />
Ja. Während es sich bei den sogenannten &#8220;Alten Obstsorten&#8221; meist um Züchtungen aus dem 19. Jahr-hundert handelt, sind Ur-Obst-Sorten oft einige Jahrhunderte älter bzw. besonders schmackhafte Formen von Wildobst.</p>
<p><span id="more-214"></span></p>
<p><strong>Schmeckt Ur-Obst auch wirklich gut? Und wie sieht es mit dem Ertrag aus?</strong><br />
Ur-Obst hat oft kleinere Früchte und ist viel aromatischer und vitalstoffreicher als die Supermarkt-Ware und erinnert eben noch an den ursprünglichen echten Wildobst-Geschmack. Da das Urobst seine natürli-chen Wuchseigenschaften bewahrt hat, ist das Verhältnis zwischen Stamm, Ästen und Früchten ausge-wogen. Das heißt: allemal genug Früchte für den Hausgarten und keine Fruchtzweige, die unter der Last der Früchte abbrechen oder gestützt werden müssen, wie oft im Ertragsanbau. Ur-Obst-Pflanzen sind deshalb schon aus diesem Grund eine ideale Verbindung aus Zier- und Nutzpflanze für Privatgärten.</p>
<p><strong>Was spricht denn gegen die neugezüchteten Obstsorten?</strong><br />
Viele Neuzüchtungen sind Kreuzungen (Hybriden) mit ausheimischen Pflanzenarten, oft nur gezüchtet im Blick auf große, glatte, lange haltbare Früchte, bei denen der Geschmack oft auf der Strecke bleibt. Kaum bekannt ist, daß es sich inzwischen bei vielen unserer handelsüblichen Beerenobstarten (z. B. Himbee-ren und Brombeeren) fast ausnahmslos um solche Hybriden handelt, die mit den heimischen Arten kaum noch etwas gemein haben. Eine Notwendigkeit für die Verwendung solcher Hybriden besteht nicht: Allein bei den Brombeeren z. B. gibt es über 300 (!) heimische Arten, mit z. T. völlig unterschiedlichem Wuchs-verhalten und Fruchtgeschmack!<br />
Die Einkreuzung ausheimischer Arten bringt überdies die bekannten grundsätzlichen ökologischen Ge-fahren mit sich: Viele Pflanzenkrankheiten wie Feuerbrand und Stachelbeermehltau oder Schädlinge wie die Reblaus sind bei uns zusammen mit ausheimischen Arten eingeschleppt worden und entfalten ihre verheerende Wirkung deshalb, weil sie nicht Teil des hiesigen Ökosystems sind. Und auch bei den aus-heimischen Pflanzen selbst gibt es oft (allerdings manchmal erst nach Jahrzehnten) die Neigung, aus den Gärten in die freie Landschaft auszubrechen und so das Ökosystem nachhaltig zu beeinträchtigen. Her-kulesstaude, Drüsiges Springkraut und japanischer Stauden-Knöterich sind nur einige der bekanntesten Beispiele.</p>
<p><strong>Warum eignet sich Ur-Obst besonders für Naturgärten und kleinere Gärten?</strong><br />
Weil Ur-Obst einerseits genau so wenig Pflege braucht, wie die übrigen heimischen Wildgehölze (s.u.) und andererseits nicht in einem eigenen &#8220;Nutzgartenbereich&#8221; gepflanzt, sondern einfach einbezogen wird in natürliche Pflanzengesellschaften des Naturgartens wie z.B. Schattenbereiche, Schlagflora oder Wild-strauchhecken. Das bringt einerseits ein ganz natürliches Erscheinungsbild im Garten – eben keine Obst-Monokulturen, sondern &#8220;eßbare Landschaft&#8221; – und spart andererseits gerade in kleineren Gärten eine Menge Platz durch die Verbindung von Nutz- und Ziergarten.</p>
<p><strong>Wie &#8220;pflegeleicht&#8221; ist Ur-Obst?</strong><br />
Ur-Obst wird im Garten genauso behandelt wie Wildgehölze: Eine gewisse Anwachspflege in den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung ist nötig (Freihalten der Pflanzstelle von Beikräutern, ggf. Wässern bei offensichtlichen Schwierigkeiten der Pflanzen mit Trockenheit), danach praktisch nichts mehr: kein Wäs-sern, Düngen, Spritzen, Schneiden!</p>
<p><strong>Bekommt Ur-Obst keine Krankheiten (z.B. an den Früchten)?</strong><br />
Ur-Obst ist wegen seiner natürlichen Eigenschaften zunächst wesentlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Pilzbefall als viele der neugezüchteten Sorten. Wenn es z.B. durch letztere dennoch zu &#8220;Ansteckungen&#8221; bzw. Befall kommt, kann auch Ur-Obst leichte Krankheitsbilder zeigen, die in der Regel den Fruchtgenuß nicht wesentlich beeinträchtigen und vor allem nicht zum Absterben der Pflanze führen.</p>
<p><strong>Warum ist &#8220;wurzelecht&#8221; wichtig?</strong><br />
&#8220;Veredelungen&#8221; bzw. &#8220;Okulationen&#8221; sind vorteilhaft vor allem für die Erzeuger, da mit dieser Technik in kürzester Zeit fertige Halb- oder Hochstämme der gefragten Sorten angeboten werden können. Was zu-nächst nach &#8220;edel&#8221; im Sinne einer Qualitätssteigerung klingt, bedeutet, daß diese Pflanzen nicht mehr natürlich auf ihrer eigenen Wurzel stehen, sondern künstlich zusammengesetzt sind aus einer &#8220;Unterla-ge&#8221; (meist die Wurzel einer Wildart bzw. einer der Wildart nahestehenden Sorte) und dem &#8220;Edelreis&#8221;, also der Sorte, die der Käufer eigentlich haben will. Bisweilen besteht der Baum sogar aus drei Teilen: Wurzel, Stamm und Krone stammen dann von verschiedenen Pflanzen. Für den Gartenbesitzer bringt dieses Verfahren oft Nachteile: So vermehrte Pflanzen haben in der Regel andere Wuchseigenschaften als die eigentliche Art, müssen deshalb geschnitten werden und sind außerdem anfälliger für Krankheiten, was einen wesentlich höheren Pflegeaufwand mit sich bringt. Manchmal besteht auch die Neigung der Unter-lage, die aufgepfropften Edelreiser &#8220;abzuwerfen&#8221;. Und außerdem: Wer mag schon &#8220;Damen ohne Unter-leib&#8221;?</p>
<p><strong> Woher kommt eigentlich das Ur-Obst?</strong><br />
Ahornblatt ist seit Jahren auf der Suche nach solchen Obstsorten und wird oft in alten Bauerngärten (z. B. in Österreich oder den Schweizer Hochalpen) oder aber auch in alten Pflanzensammlungen z. B. in Ost-europa wieder fündig. Die Zusammenarbeit mit Universitäten im In- und Ausland und die Auswertung alten Obstschrifttums z.B. auch aus Amerika bringt ständig neue Erkenntnisse und Funde.</p>
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		<title>Die Sortenliste 2012</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=42</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 12:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen aus dem Pflanzenmarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie können sich die Sortenliste kostenlos herunterladen: Sortenliste 2012 (8,8 MB) &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Sortenliste-2012_Internet.pdf"><img class="alignnone size-medium wp-image-516" title="Sortenliste 2012" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2010/10/Bildschirmfoto-2012-05-03-um-22.23.35-233x300.png" alt="" width="233" height="300" /></a></p>
<p>Sie können sich die Sortenliste kostenlos herunterladen: <a title="Sortenliste 2012" href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Sortenliste-2012_Internet.pdf">Sortenliste 2012 (8,8 MB)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217; &#8211; Förderpflanze 2012</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=339</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 23:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen aus dem Pflanzenmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[himbeere gelb alte sorte]]></category>

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		<description><![CDATA[Himbeeren aus dem Supermarkt wollen einfach nicht so schmecken wie aus dem Wald oder aus Omas Garten. Wenn Sie die wunderbare Geschmacksfülle und Süße der europäischen Himbeeren entdecken möchten, dann probieren Sie doch einmal die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217;. Diese über 200 Jahre alte Sorte hat das unvergleichliche Aroma der Waldhimbeere, veredelt mit angenehmer Süße. Vom Verkaufserlös [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Himbeere_Gelbe_Antwerpner.jpg" rel="lightbox[339]"><img title="Gelbe Antwerpner" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Himbeere_Gelbe_Antwerpner-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" /></a> Himbeeren aus dem<br />
Supermarkt wollen einfach nicht so schmecken wie aus dem Wald oder aus Omas Garten. Wenn Sie die wunderbare Geschmacksfülle und Süße der europäischen Himbeeren entdecken möchten, dann probieren Sie doch einmal die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217;. Diese über 200 Jahre alte Sorte hat das unvergleichliche Aroma der Waldhimbeere, veredelt mit angenehmer Süße.</p>
<p><strong>Vom Verkaufserlös dieser Pflanze fließt ein Teil unmittelbar in gemeinnützige Pflanzen-Artenschutzprojekte, augenblicklich insbesondere in die Erweiterung und Unterhaltung von Pflanzen-Genbanken (bisher 2½ Hektar).</strong> <strong><a href="http://gateway.selltec.com/go/ahornblatt_garten/db/products/522.html">[zum Pflanzenmarkt]</a></strong></p>
<p><span id="more-339"></span></p>
<h3>Die Himbeere &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217;</h3>
<p>Himbeeren sind vielleicht das köstlichste Beerenobst überhaupt, und es gibt fast niemanden, der sie nicht mag. In den letzten Jahren hat die Forschung auch die außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorzüge dieser Frucht entdeckt, so daß sogar ein Buch erschienen ist mit dem Titel &#8220;Krebszellen mögen keine Himbeeren&#8221;.</p>
<p>Ein Wermutstropfen für den Verbraucher ist allerdings, daß die heute handelsüblichen Sorten vor allem auf Transportfähigkeit und Säuregehalt gezüchtet sind und mit der europäischen Wald-Himbeere nur noch entfernt zu tun haben. Es wurden und werden nämlich emsig außereuropäische, vor allem amerikanische, Arten eingekreuzt. Aus diesen Gründen wollen die Himbeeren aus dem Supermarkt einfach nicht so schmecken wie die aus dem Wald oder aus Omas Garten.</p>
<p>Wer die wunderbare Geschmacksfülle und Süße der europäischen Himbeeren entdecken will, muß sich deshalb den ursprünglichen Sorten zuwenden. <strong>Die vielleicht älteste ist die schon 1802 erwähnte &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217;. Sie war möglicherweise überhaupt die erste gelbe Sorte.</strong> Gelbe Himbeeren sind für viele Menschen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Sie wittern dahinter etwas Künstliches oder haben schon einmal eine fade gelbe Neuzüchtung gekostet. Aber diese hat geschmacklich mit den neuen Sorten nicht viel zu tun, und die gelbe Farbe ist eine ganz natürliche Erbänderung.</p>
<p><strong>Die Früchte der &#8216;Gelben Antwerpner&#8217; sind so köstlich, daß eine Beschreibung schwerfällt.</strong> Sie haben das unvergleichliche Aroma der Waldhimbeere, veredelt mit angenehmer Süße. Dazu sind die Früchte von recht ansehnlicher Größe, wenn auch keine (ohnehin meist wäßrigen) Riesen-Himbeeren. Sie reifen im Frühsommer, manchmal gibt es auch im Herbst noch vereinzelte Früchte.</p>
<p>Die Pflanzen sind gesund und wüchsig, bilden aber keine Riesen-Ruten wie die Sorten mit &#8220;Amerikaner-Blut&#8221;. Dafür macht die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217; aber gerne Wurzelausläufer, die man abstechen und anderen Gartenliebhabern als Geschenk mitbringen kann.</p>
<p>Sonst möchte die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217; wie viele alte Sorten am liebsten in Ruhe gelassen werden. Pflanzt man sie entsprechend den Standortwünschen einer Himbeere etwa im Anschluß an Gehölze an einen lichten, <strong>halbschattigen, nicht zu trockenen Ort</strong>, wo gern Laub und andere organische Stoffe liegen dürfen, und läßt man sie frei wachsen, kann man die gärtnerische Arbeit auf das Ernten und gelegentliche Abstechen der Ausläufer beschränken. Das Aufreihen an Drähten sollte man einer solchen alten Sorte eher ersparen, wobei sie das natürlich nicht umbrächte.</p>
<p>Bleibt am Ende die Frage, wo man diese besondere Sorte denn herbekommen kann. Zum Glück widmet sich die Baumschule Ahornblatt in Mainz der Wiederbelebung der alten europäischen Sorten und hat auch die &#8216;Gelbe Antwerpner&#8217; im Sortiment.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>10. Mainzer Naturgarten-Planer-Lehrgang 2012 / 2013</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=56</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 12:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=56</guid>
		<description><![CDATA[Wir bieten Ihnen einen Lehrgang für Garten- und Landschaftsbauer und (angehende) Planer: Naturnahe Gärten liegen voll im Trend. Gerade junge Familien, die ihr erstes eigenes Haus beziehen, wünschen sich oft Gärten, die anders aussehen, als das übliche Rasen-Koniferen-Einheitsgrün vieler Wohngebiete: Individuell sollen ihre Gärten sein, lebendig, vielfältig, ökologisch wertvoll und daneben natürlich preiswert und pflegeleicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-61 alignnone" title="Planerlehrgang 2010/2011" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/Bildschirmfoto-2010-01-25-um-19.39.57.png" alt="" width="480" height="114" /></p>
<p><strong>Wir bieten Ihnen einen Lehrgang für Garten- und Landschaftsbauer und (angehende) Planer:</strong></p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Naturnahe Gärten liegen voll im Trend.</span><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Gerade junge Familien, die ihr erstes eigenes Haus beziehen, wünschen sich oft Gärten, die anders aussehen, als das übliche Rasen-Koniferen-Einheitsgrün vieler Wohngebiete: Individuell sollen ihre Gärten sein, lebendig, vielfältig, ökologisch wertvoll und daneben natürlich preiswert und pflegeleicht. Und genau das bietet das Ahornblatt-Naturgarten-Konzept. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><span id="more-56"></span><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Wir bieten Ihnen einen Lehrgang für Garten- und Landschaftsbauer und (angehende) Planer:</strong></span></p>
<ul>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Grundlehrgang an vier Wochenenden<br />
im Jahr 2012/2013</span></strong></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">jährlich eine Aufbau- und<br />
Vertiefungsveranstaltung</span></strong></li>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Nähere Auskünfte und Einzelheiten erhalten Sie gerne direkt von uns.<br />
Wie Sie uns erreichen, erfahren Sie <a href="http://www.ahornblatt-garten.de/kontakt.shtml">hier</a>. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>KURSINHALT (GRUNDLEHRGANG): </strong> </span></p>
<ul>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Aus der ganzen Vielfalt schöpfen: </span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Grundkenntnisse der heimischen Pflanzenvielfalt (Gehölze und Stauden) </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <strong>heimisch &#8211; ausheimisch &#8211; gleichgültig? </strong>- gute Gründe für die Verwendung heimischer Pflanzen </span></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Naturgärten als &#8220;Fest der Sinne&#8221;:</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Gartenplanung unter Einbeziehung aller menschlichen Sinne </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <strong>Welche Pflanze an welchem Platz?</strong> Für jeden gärtnerischen Zweck die richtige heimische Pflanze </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <strong>Planen im Einklang mit Mensch und Natur:</strong> Gesichtspunkte für eine lebensfreundliche Gartengestaltung </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <strong>Pflanzenbeschaffung:</strong> Bezugsquellen, Sortenechtheit, Ausschreibungen als Problem </span></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Der Umgang mit den Pflanzen ist sichtbar in den Gärten:</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Möglichkeiten, auch im Arbeitsalltag Pflanzen als Mitgeschöpfe zu achten </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> <strong>Naturnahe Anlagen nach der Pflanzung:</strong> die richtige Pflege und Betreuung naturnaher Pflanzungen </span></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Naturnahe Gärten richtig &#8220;verkaufen&#8221;:</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> Motivation und Unterstützung der Garten-Kunden; praktische Fragen vom ersten Gespräch bis zur Pflege </span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>VERMITTLUNG DER INHALTE jeweils durch </strong></span></p>
<ul>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">theoretische Einheiten</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> (mit Bildern), </span></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> greifbare Anschauung</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> in Naturgärten und in der freien Landschaft </span></li>
<li><strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> praktische Planungs- und Gestaltungs-Übungen</span></strong><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"> (auch eigener Vorhaben der Teilnehmer). </span></li>
<li><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Referenten, die die Vielfalt und Einsatzmöglichkeit<br />
der heimischen Flora</strong> vermitteln</span></li>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Alle Teilnehmer erhalten eine <strong>Fortbildungsbescheinigung</strong>, die zugleich Grundlage einer Zusammenarbeit als Ahornblatt-Partner ist. </span></p>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>ORGANISATORISCHES </strong> </span></p>
<table style="height: 368px;" width="572" border="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="19%"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Zeitorte:</strong></span></td>
<td valign="top" width="81%"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">vier Wochenenden<br />
(Freitagabend bis Sonntagnachmittag)</span></p>
<div id="_mcePaste">
<ul>
<li style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">04.-06.5.2012</li>
<li><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">15.-17.6.2012</span></li>
<li><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">14.-16.9.2012</span></li>
<li><span style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif;">18.-20.1.2013</span></li>
</ul>
</div>
<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Der Grund-Lehrgang kann nur<br />
im ganzen belegt werden.</span></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="19%"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Kursort:</strong></span></td>
<td valign="top" width="81%"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Mainz und Umgebung<br />
</span></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Leitung: </strong></span></td>
<td><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Dr. Norbert Kleinz und Mitarbeiter</span></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Unterkunft:</strong></span></td>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">siehe unter<br />
<a href="http://www.ahornblatt-garten.de/download/Unterkunft.pdf">www.Ahornblatt-Garten.de/Unterkunft</a>;<br />
einfache Unterbringung im Hause in Einzelfällen<br />
möglich </span></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Kosten:</strong></span></td>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Die Teilnehmergebühr für den gesamten<br />
Grund-Lehrgang (4 Wochenenden) beträgt<br />
390,- € ohne Unterkunft/ Verpflegung.<br />
Ermäßigter Preis für Teilnehmer unter 25<br />
Jahren und Mitglieder des Naturgarten e.V.:<br />
340,- €<br />
Sonderpreis für Auszubildene und Studierende<br />
aus dem Fachbereich Garten- und Landschaftsplanung/-bau: 300,- € </span></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top"><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;"><strong>Anmeldung:</strong></span></td>
<td><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">bis spätestens <strong>5.4.2012 (Nicht verpassen)</strong></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Flugblatt herunterladen: <a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Planer-Faltblatt2012_1.pdf">Planerlehrgang 2012/2013</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die kleine Schwester der Wildkirsche: Vielseitig verwendbare Zwergweichsel</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=319</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 23:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es in Mitteleuropa nicht nur Tafelkirschen gibt, sondern auch wilde Kirschen, wissen sicherlich die meisten Menschen. Viele kennen die wilde Vogelkirsche (Prunus avium) aus Laubwäldern und Hainen. Schon deutlich weniger Menschen wissen, dass die Sauerkirsche oder Weichsel (Prunus cerasus) bei uns zwar verwildert, aber wahrscheinlich nicht ursprünglich wild vorkommt. Die allerwenigsten jedoch werden die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.17.51.png" rel="lightbox[319]"><img class="alignnone size-medium wp-image-320" title="Zwergweichsel (Prunus fructicosa) im Blütenflor." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.17.51-300x286.png" alt="" width="240" height="229" /></a>Dass es in Mitteleuropa nicht nur Tafelkirschen gibt, sondern auch wilde Kirschen, wissen sicherlich die meisten Menschen. Viele kennen die wilde Vogelkirsche (Prunus avium) aus Laubwäldern und Hainen. Schon deutlich weniger Menschen wissen, dass die Sauerkirsche oder Weichsel (Prunus cerasus) bei uns zwar verwildert, aber wahrscheinlich nicht ursprünglich wild vorkommt. Die allerwenigsten jedoch werden die heimische kleine Schwester der genannten Wildkirschen kennen, die Zwergweichsel (Prunus fruticosa), die auch Steppenkirsche genannt wird.</strong><br />
<span id="more-319"></span><br />
Das ist schon deswegen nicht verwunderlich, weil sie in Mitteleuropa wild nur in wenigen Gebieten angetroffen werden kann, vor allem in Rheinhessen (westlichste Vorkommen), in Unterfranken, im Saale-Unstrut-Gebiet, an der Oder und in Böhmen, Mähren und Niederösterreich. Alle diese Vorkommen sind nur westliche Aussprengsel eines Hauptverbreitungsgebietes, das sich vom Balkan bis Kleinasien und Südwestsibirien erstreckt.<br />
Die Zwergweichsel ist bei weitem unsere kleinste Wildkirsche und bildet nur Sträuchlein von einem halben bis ein Meter Höhe aus, selten etwas größer. Wie ihre Verwandten blüht sie weiß im zeitigen Frühjahr und bekommt rote Früchte, die sieben bis zehn Millimeter dick sind und sauer schmecken. Allerdings können die Früchte mancher Typen im voll reifen Zustande durchaus süß und wohlschmeckend sein. Die Blätter sind glänzend grün, vorne oft stumpflich oder nur kurz zugespitzt und im Durchschnitt drei bis vier Zentimeter lang. Der Strauch treibt häufig Wurzelausläufer und kommt deswegen oft in Kolonien vor.
<p>
&nbsp;<br />
<strong>Aus Gegenden mit trockenen Sommern</strong><br />
Die natürlichen Verbreitungsgebiete der Zwergweichsel sind typischerweise Gegenden mit trockenen und warmen bis heißen Sommern. Sie liebt steinige und kalkhaltige Lehmund Lößböden und ist lichtbedürftig. Deshalb wächst sie auch gern an Wegrändern und -böschungen, Felskanten und Weinbergmauern. Schatten und Nässe mag sie überhaupt nicht. Frostempfindlich, wie man in manchen Büchern lesen kann, ist sie allerdings nicht.<br />
Ein Umstand, der das Erkennen und Bestimmen der Zwergweichsel sehr erschwert, ist die Tatsache, dass sie sehr leicht mit der Sauerkirsche (Prunus cerasus) bastardiert. Die Pflanzen werden dann meistens höher, haben etwas größere Blätter und besitzen oft eine geschwächte Fruchtbarkeit. Ein polnischer Forscher hat herausgefunden, dass die Durchbastardierung der Wildbestände von Osten nach Westen deutlich zunimmt. In den westdeutschen Vorkommen ist es also schon sehr schwer, die echte Art herauszufiltern. Aber auch in Niederösterreich, vor allem auf Hügeln südlich von Wien, kommt massenhaft der Blendling Prunus fruticosa x cerasus (= Prunus x eminens) vor, möglicherweise auch Prunus fruticosa x avium (= Prunus x mohacsyana) oder verwickeltere Bastarde.<br />
Diese Blendlinge sind für den Gartenbau nicht uninteressant, da sich darunter zauberhafte Blütensträucher mit verschiedenen Wuchsformen finden und vielleicht auch verheißungsvolle Fruchtsorten. An der Gartenbauschule Schönbrunn in Wien hat sich Dr. Helmut Pirc um die Auslese solcher Sorten sehr verdient gemacht.</p>
<div id="attachment_326" class="wp-caption alignnone" style="width: 291px"><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.18.01.png" rel="lightbox[319]"><img class="size-medium wp-image-326" title="Früchte der Zwergweichsel" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.18.01-281x300.png" alt="" width="281" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Früchte der Zwergweichsel</p></div>
<p><strong>Bestens für Naturgärten geeignet</strong><br />
Aber auch die Wildform der Zwergweichsel ist vielseitig verwendbar. Hervorragend geeignet ist sie zum Beispiel für die zung von Böschungen, die sie durch ihr weitstreichendes Wurzelwerk schnell stabilisieren kann. Sehr gut ist sie auch für Formsteine und Natursteinmauerkronen sowie für die Kübelbepflanzung. Sie passt auch in Kleinstrauchhecken. Allerdings muss im Garten immer ihre Neigung zur Ausläuferbildung berücksichtigt werden. In Staudenflächen kann sie dadurch lästig werden.<br />
Hinsichtlich der Naturgarteneignung dürfen wir nicht vergessen, dass die Blüten eine wichtige Nektarquelle für Bienen sind und die Früchte gerne von Vögeln gefressen werden.<br />
Insgesamt kann man mit Fug und Recht sagen, dass die Zwergweichsel hierzulande bislang gartenbaulich völlig unterbewertet ist. Bisher gibt es im westlichen Europa Bepflan-nur eine für die Fruchtnutzung angebotene Sorte, nämlich ‚Fruchtzwerg‘, die von Dr. Pirc ausgelesen wurde und in Österreich von der Baumschule Praskac, in Deutschland von der Baumschule Ahornblatt vermarktet wird.</p>
<p><strong>In Rußland auch ein Obstgehölz</strong><br />
Viel weiter ist man in dieser Hinsicht in Rußland. Dort wird von der Zwergweichsel in der Obstzüchtung reger Gebrauch gemacht, einmal wegen der großen Frosthärte dieser Art (nach russischen Angaben bis mindestens minus 40 Grad Celsius), zum andern wegen ihrer Kleinwüchsigkeit, sodass Kirschsorten für kleine Gärten erzielt werden können. Die Zwergweichsel wird mit Süßoder Sauerkirsche gekreuzt; es werden aber auch reine Auslesen von Prunus fruticosa verwendet. Insgesamt werden in Rußland Dutzende von Fruchtsorten der Zwergweichsel angeboten.<br />
Besonderes Potential für unsere Gärten könnten dabei die Sorten ‚Schelannaja‘ und ‚Kurtschatowskaja‘ haben. ‚Schelannaja‘ ist eine Kreuzung zwischen gewöhnlicher Zwergweichsel und der Sauerkirschsorte ‚Ostheimer Weichsel‘. Sie wird nur 1,60 Meter hoch, ist selbstfruchtbar und hat mittelgroße, saftige Früchte mit gutem, süßsaurem Geschmack.<br />
‚Kurtschatowskaja‘ ist ein einfacher Sämling der Zwergweichsel. Die Sorte bildet einen eineinhalb Meter hohen Strauch. Sie ist teilweise selbstfruchtbar und zeitigt mittelgroße, saftige, dunkelrote Früchte mit angenehm würzigem, säuerlich-süßem Geschmack, geeignet für Rohverzehr und Verarbeitung. Die Frosthärte dieser Sorte wird besonders hervorgehoben und führt zu einer Anbauempfehlung sogar für den Ural und Westsibirien. Wie wir sehen, gibt es also auch bei der Zwergweichsel noch viel zu entdecken.</p>
<p><em><strong>Aus: Natürlich Gärtnern 5/2011<br />
</strong></em><em><strong>Text und Fotos: Dr. Norbert Kleinz</strong></em></p>
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		<title>Ein Duft von Weihnachten: Mandarinenrose</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=314</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 23:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den heimischen Wildrosen finden wir etliche Arten, die nicht nur durch den Duft ihrer Blüten, sondern auch durch den ihrer Blätter beeindrucken. Auf einen solchen Strauch stieß ich einmal bei einer Wildrosenexkursion im Schweizer Kanton Wallis. Er stand am Rande einer Weide, und da er anscheinend immer wieder abgemäht wurde, hatte er keine Gelegenheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/mandarinenrose.jpg" rel="lightbox[314]"><img class="alignnone size-medium wp-image-429" title="Mandarinenrose" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/mandarinenrose-300x242.jpg" alt="" width="300" height="242" /></a>Bei den heimischen Wildrosen finden wir etliche Arten, die nicht nur durch den Duft ihrer Blüten, sondern auch durch den ihrer Blätter beeindrucken.</strong></p>
<p>Auf einen solchen Strauch stieß ich einmal bei einer Wildrosenexkursion im Schweizer Kanton Wallis. Er stand am Rande einer Weide, und da er anscheinend immer wieder abgemäht wurde, hatte er keine Gelegenheit gehabt, Blüten oder Früchte auszubilden. Trotzdem erregte er meine Aufmerksamkeit, weil er deutlich anders aussah als alle andern in dieser ohnehin sehr bemerkenswerten Wildrosengegend.</p>
<p><span id="more-314"></span></p>
<p>Er hatte schöne dunkelgrüne, zierliche Blätter, deren Unterseite sich bei Berührung als leicht klebrig erwies. Dies deutet immer darauf hin, dass die Blätter kleine Drüsen besitzen, die einen Duft verbreiten. Deshalb nahm ich eine Duftprobe, die mich sehr überraschte, sowohl was die Stärke als auch die Art des Duftes betraf. Irgendwie erinnerte mich der Geruch an Weihnachten, aber es währte eine Weile, bis mir das Licht aufging: Mandarinen – es war der unverwechselbare Duft dieser Südfrucht. Damit war auch schon der deutsche Name geboren: Mandarinenrose (Rosa villosa var. microphylla f. personata).</p>
<p><strong>Spielart der Apfelrose</strong><br />
Als sehr viel schwieriger erwies sich die genaue botanische Zuordnung, die nur mittels der umfänglichen mitteleuropäischen „Wildrosenflora“ von Robert Keller gelang. Es handelte sich um eine ganz vom Standard abweichende Spielart der Apfelrose (Rosa villosa), die Varietät microphylla, Form personata. „Microphylla“ bedeutet „kleinblättrig“ und bezeichnet eine zierliche Unterart der Apfelrose. „Personata“ heißt wörtlich „die Maskierte“ – ein Hinweis darauf, dass diese Apfelrose sich gar nicht als solche zu erkennen gibt, sondern sich mit ihren kleinen duftenden Blättchen als eine Art Ackerrose (Rosa agrestis) tarnt.</p>
<p><strong>Über ganz Europa verbreitet</strong><br />
Die Apfelrose (Rosa villosa) als solche hat ein weitgespanntes Verbreitungsgebiet, das sich über ganz Europa erstreckt und bis nach Vorderasien reicht. Aus den Gärten kennen wir, wenn überhaupt, nur die Varietät recondita, mit auffällig großen Früchten und Blättern, die graugrün und samtig behaart sind. In der Schweiz, vor allem in den südlichen Alpen, hat die Apfelrose offensichtlich einen Verbreitungs und Mannigfaltigkeitsschwerpunkt. Dort begegnet uns eine ungeheure Fülle von Spielarten mit solchen Abweichungen, dass sie vom Laien kaum als zur Apfelrose gehörig erkannt werden können. Es gibt hier zum Beispiel ganz kleinwüchsige Formen, die nicht höher als 20 bis 30 Zentimeter werden, solche mit frischgrünen, unbehaarten Blättern oder solche mit zartrosa oder gar weißen Blüten. Auch der Duft der Blattdrüsen kann ganz verschieden ausfallen (Die geläufige Apfelrose besitzt einen leicht harzig-terpentinigen Duft, nicht etwa nach Apfel. Der ist der Weinrose vorbehalten). Die auffällige Mandarinenrose ￼kommt aber auch in diesem Gebiet nur sehr vereinzelt vor.<br />
Die Mandarinenrose gehört also zu den Apfelrosen und darf auf keinen Fall mit der manchmal als Mandarin-Rose bezeichneten ostasiatischen Rosa moyesii verwechselt werden.<br />
Die Mandarinenrose kommt wild vor allem am Rande von Weiden und Gebüschen vor, oft auf steinigen, aber doch nicht ganz nährstoffarmen Böden. In unseren Gärten hat sie sich als recht anpassungsfähig und anspruchslos erwiesen. Wie fast alle Rosen mag sie allerdings keine staunassen oder vollschattigen Standorte.</p>
<div id="attachment_316" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.02.55.png" rel="lightbox[314]"><img class="size-medium wp-image-316" title="Die leuchtend hellroten Hagebutten sind birnenförmig ausgebildet." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-16.02.55-300x224.png" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Die leuchtend hellroten Hagebutten sind birnenförmig ausgebildet.</p></div>
<p><strong>Anmutige Erscheinung</strong><br />
Sie wächst als gedrungener, aufrechter Strauch von anmutiger Erscheinung. Er wird sicherlich nicht höher als 1,60 bis 1,80 Meter. Die Zweige wachsen recht straff und hängen nur leicht über, sodass diese Wildrose auch zur Bepflanzung kleinerer Gartenräume geeignet ist. Wie bei allen Apfelrosen sind die Zweige nicht allzu dicht mit feinen geraden Stacheln versehen. Die Zweigrinde ist schön violett-blau überlaufen. In harmonischem Abstich dazu stehen die dunkelgrünen zierlichen Blätter. Die Teilblättchen sind auffällig schmal und zum Stiel hin keilförmig zugespitzt. Sie sind nur spärlich behaart und auf der Unterseite reichlich mit Duftdrüsen besetzt.<br />
Die auch recht zierlichen, schön rosenroten Blüten erscheinen von Mai bis Juni, oft zu mehreren in einem Blütenstand. Sie werden im Spätsommer gefolgt von zum Teil birnförmigen, leuchtend hellroten Hagebutten, die ebenso wie ihre Stiele von Drüsenborsten besetzt sind.</p>
<p><strong>Für kompakte Wildrosenhecken</strong><br />
Der Nutzen dieser außergewöhnlichen Rose für den Garten ergibt sich schon aus dem oben Gesagten. Sie ist wie geschaffen für kompakte Wildrosenhecken, die nicht durch weit überhängende Zweige stören sollen. Ihre volle Schönheit kann sie allerdings nur als Einzelstrauch entfalten, vielleicht neben dem Hauseingang oder an der Terrasse. Sie ist auch geeignet für die Verbindung mit Staudenpflanzungen, da sie nach unserer Beobachtung nur sparsam Ausläufer treibt.</p>
<p><strong>Kleinod der Biodiversität</strong><br />
Für die Liebhaber von Duftpflanzen ist die Mandarinenrose geradezu ein Muss. Der köstliche Blattduft ist eine Nasenweide und kann so manchen Gartenbesucher verblüffen und dadurch für Gesprächsstoff sorgen, also eine echte „Konversationspflanze“. Versuchsfreudige Zeitgenossen sind eingeladen, mit den Blättern zu experimentieren. Sind sie vielleicht für Duftpotpourris geeignet? Wie entwickelt sich der Duft, wenn die Blätter getrocknet werden? Könnte man daraus sogar einen leckeren Tee bereiten? Oder gewerblich ein Duftöl extrahieren? Die Nutzung dieser Pflanze hat gerade erst angefangen.<br />
Zum Schluss noch eine Beobachtung, die die Besonderheit dieser Rose noch mehr unterstreicht. Sie scheint sich genetisch nicht wie eine Zufallsform zu verhalten, sondern wie eine echte Art (species). Damit wäre klar, dass wir mit der Anpflanzung im Garten ein wirkliches Kleinod der Biodiversität zu erhalten helfen.</p>
<p><strong><em>Aus: Natürlich Gärtnern 4/2011</em></strong><br />
<strong><em> Text und Fotos: Dr. Norbert Kleinz</em></strong></p>
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		<item>
		<title>Treffpunkt Vielfalt: Heimische Wildpflanzen zum Färben</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=461</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Färben]]></category>
		<category><![CDATA[Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Seltenheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildpflanzen]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 22. September 2012 &#8211; 13 bis 15 Uhr Doris Hesse aus Hohenstein erläutert die Nutzungsmöglichkeiten heimischer Wildpflanzen am Beispiel des natürlichen und umweltverträglichen Färbens. Sie stellt einige Wildpflanzen, auch aus unserem Sortiment, vor und zeigt, wie sie zum Färben von Wolle oder ähnlichem genutzt werden können. Daneben gibt es ab 13 Uhr wieder Musik, einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Samstag, 22. September 2012 &#8211; 13 bis 15 Uhr</strong></p>
<div>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-462" title="Bildschirmfoto 2012-04-11 um 21.20.54" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Bildschirmfoto-2012-04-11-um-21.20.54.png" alt="" width="126" height="132" /><em><strong>Doris Hesse</strong></em> aus Hohenstein erläutert die Nutzungsmöglichkeiten heimischer Wildpflanzen am Beispiel des natürlichen und umweltverträglichen Färbens. Sie stellt einige Wildpflanzen, auch aus unserem Sortiment, vor und zeigt, wie sie zum Färben von Wolle oder ähnlichem genutzt werden können.</p>
<p>Daneben gibt es ab 13 Uhr wieder <strong>Musik</strong>, einen kleinen <strong>Imbiß</strong> sowie die Möglichkeit, <strong>Pflanzen-Seltenheiten</strong> im Gartenmarkt kennenzulernen und viel <strong>Zeit für Gespräche</strong>.</p>
<p>Wir stehen Ihnen auch gerne für Fragen zum Naturgarten zur Verfügung.</p>
</div>
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		<title>Besser als ihr Ruf: Die Alpen-Johannisbeere</title>
		<link>http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=298</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 08:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzengeschichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ahornblatt-garten.de/blog/?p=298</guid>
		<description><![CDATA[￼Die Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) ist so etwas wie das Aschenputtel unter den heimischen Johannisbeeren. Ihre Früchte werden in allen einschlägigen Büchern als nicht schmackhaft bezeichnet (was so nicht richtig ist, wie wir später sehen werden). Der Zierwert des Strauches wird deutlich hinter exotischen Arten wie der Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum) eingestuft. Wer sich aber mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.42.48.png" rel="lightbox[298]"><img class="alignnone size-medium wp-image-299" title="Die offensichtlich erste Speisesorte von Ribes alpinum ist  ́Majorenhof ́, die zufällig in Lettland entdeckt wurde." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.42.48-300x260.png" alt="" width="300" height="260" /></a>￼Die Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) ist so etwas wie das Aschenputtel unter den heimischen Johannisbeeren. Ihre Früchte werden in allen einschlägigen Büchern als nicht schmackhaft bezeichnet (was so nicht richtig ist, wie wir später sehen werden).</strong></p>
<p>Der Zierwert des Strauches wird deutlich hinter exotischen Arten wie der Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum) eingestuft. Wer sich aber mit der Alpen-Johannisbeere näher beschäftigt, wird erkennen, dass sie in Wirklichkeit ein „Tausendsassa“ ist.</p>
<p><span id="more-298"></span></p>
<div id="attachment_301" class="wp-caption alignnone" style="width: 302px"><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.42.58.png" rel="lightbox[298]"><img class="size-full wp-image-301 " title="Der gedrungene Kleinstrauch Sorte  ́Aureum ́ eignet sich sehr gut für kleinere Gärten." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.42.58.png" alt="" width="292" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Der gedrungene Kleinstrauch Sorte ́Aureum ́ eignet sich sehr gut für kleinere Gärten.</p></div>
<p>Ein weiterer weit verbreiteter Irrtum wird durch den Namen des Strauches nahegelegt, der von manchen so aufgefasst wird, als komme die Art nur im Hochgebirge vor (kurzschlüssig gedacht, wächst doch auch die Deutsche Mispel beileibe nicht nur in Deutschland). In Wirklichkeit kommt die Alpen-Johannisbeere von Natur aus in fast ganz Europa vor, nach Norden bis zum 66. Breitengrad.<br />
Sie bildet ein bis zwei Meter große unbestachelte Sträucher. Ihr Laub hat die typische Ribes-Form und kann bei flüchtigem Hinsehen mit dem der Stachelbeere verwechselt werden. Es haftet im Herbst besonders lang am Strauch und kann sich dann gelb, bisweilen auch rötlich verfärben. Eine Besonderheit sind die Blüten der Alpen-Johannisbeere. Sie sind nämlich im Gegensatz zu anderen Arten der Gattung (unvollständig) zweihäusig – das heißt, es gibt Sträucher mit überwiegend männlichen und solche mit überwiegend weiblichen Blütenständen. Aber selbst an männlichen Sträuchern kann man vereinzelte Früchte finden. Die Blüten sind grünlichgelb, erscheinen im zeitigen Frühjahr und verströmen einen zitrusartig frischen Honigduft. Die männlichen Blütenstände sind aufrechtstehende vielblütige Trauben, die weiblichen Blütenstände sind kleiner und wirken etwas rundlicher.<br />
Die roten Beeren reifen im Sommer. Sie werden in der Regel liebevoll als „fade und schleimig“ beschrieben, was aber wie gesagt nur die halbe Wahrheit ist.</p>
<p><strong>Als Unterwuchs in Wäldern</strong><br />
In der Natur findet man die Alpen-Johannisbeere oft als Unterwuchs in Wäldern. Es gibt kaum einen Strauch, der anspruchsloser bezüglich des Standortes ist. Er gedeiht in Höhen- ebenso wie in Tieflagen, im Schatten wie in der Sonne, auf Lehm- wie auf Sand- oder steinigen Böden, auf kalkhaltigen wie auf (leicht) sauren Böden, an Bachufernebenso wie in eher trockenen Kiefernwäldern – eine Vielseitigkeit, die wir uns in Garten und Landschaft wunderbar zunutze machen können.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 229px"><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.43.29.png" rel="lightbox[298]"><img title="́Schmidt ́ ist ein überwiegend männli-cher vegetativer Einheitsklon, der deswegen kaum Früchte ansetzt." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.43.29-219x300.png" alt="" width="219" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">́Schmidt ́ ist ein überwiegend männli-cher vegetativer Einheitsklon, der deswegen kaum Früchte ansetzt.</p></div>
<p>Den Verwendungsmöglichkeiten der Alpen-Johannisbeere sind in der Tat kaum Grenzen gesetzt. Vor allem für schattige (vielleicht sogar etwas trockene) Bereiche im Garten ist sie der Strauch der Wahl. Sie eignet sich sehr gut für niedrige (auch schnittfreie) Hecken und ebenso als frischgrüne Unterpflanzung von Bäumen oder größeren Sträuchern. Sie ist auch ein guter Sichtschutz, weil sie dicht und sehr lange Zeit im Jahr belaubt ist. Auch für flächige Pflanzungen bietet sie sich an, vor allem in einigen der unten genannten Sorten.<br />
Den Tieren im Garten tut man damit mit Sicherheit etwas Gutes. Bienen und Hummeln schätzen die nektarreichen Blüten der Alpen-Johannisbeere. Die Vögel finden in den dichten Sträuchern gut Deckung und nehmen auch die Beeren gerne an.<br />
Wer die Alpen-Johannisbeere aus Gärten und Anlagen kennt, hat fast zwangsläufig nur einen bestimmten Typ vor Augen. Das liegt daran, dass sich diese Art leicht vegetativ (durch Bewurzelung) vermehren lässt und die Baumschulen bequemer einen vegetativen Einheitsklon vermehren und anbieten können als (genetisch vielfältige) Sämlinge. Dieser bewusste Klon hört auf den Namen ‚Schmidt‘, ist (überwiegend) männlich und setzt deswegen auch kaum Früchte an. Kennzeichnend für ihn ist auch sein straffer aufrechter Wuchs, der ihn gut geeignet für Hecken macht.<br />
Ich selber war sehr erstaunt, als ich bei einer Wanderung im Oberwallis Bekanntschaft mit einer aus Samen aufgegangenen Wildpflanze machte, die ich zunächst gar nicht als Alpen-Johannisbeere erkannte, weil auch mir nur der bewusste ‚Schmidt‘ vor Augen stand. Der Strauch stand auf der sanf- ten Kuppe einer Viehweide und war so mit reifen Früchten behangen, dass man zum Teil die Blätter nicht sah und der ganze Busch einem funkelnden Rubin glich.<br />
Wer sich also an Alpen-Johannisbeeren in ihrer Vielseitigkeit erfreuen will, muss darauf achten, dass er Sämlinge als Pflanzgut bekommt und nicht nur uniforme ‚Schmidt‘- Pflanzen.</p>
<p><strong>Besondere Eigenschaften von vornherein bekannt</strong><br />
Zum Glück werden mittlerweile, vor allem bei „Ahornblatt“ in Mainz, auch Sorten und Auslesen der Alpen-Johannisbeere angeboten, bei denen die besonderen Eigenschaften von vornherein bekannt sind. Es gibt sogar Frucht-Auslesen, weibliche Pflanzen, die einen besonders angenehmen Beerengeschmack aufwiesen und gezielt vegetativ weitervermehrt wurden. Die meines Wissens weltweit erste Speisesorte von Ribes alpinum ist ‚Majorenhof‘, die zufällig in einer Hecke im gleichnamigen Ortsteil von Riga-Strand/Jurmala in Lettland entdeckt wurde. Sie bildet einen gedrungen- aufrechten Strauch, ist mittelstark tragend mit süßen Früchten, die eine eindeutige Himbeernote aufweisen. Die Beeren können unmittelbar vom Strauche verzehrt werden.<br />
Noch süßer und reichtragender ist ‚Frankfurt‘, die breit-überhängend wächst und im Botanischen Garten in Frankfurt am Main aufgefunden wurde.<br />
Bei den Alpen-Johannisbeer-Fruchtsorten muss man sich darüber im Klaren sein, dass den Früchten die für andere Johannisbeeren kennzeichnende Säure fehlt. Aber für manche Menschen ist gerade das ein großer Vorzug.<br />
Bei allen Fruchtsorten ist zwecks guten Ertrages darauf zu achten, dass männliche Befruchter vorhanden sind. In Frage kommen dafür zum Beispiel Sämlingspflanzen, aber auch die Sorte ‚Schmidt‘.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 198px"><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.43.13.png" rel="lightbox[298]"><img title="Die Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) findet man in der Natur oft als Unterwuchs in Wäldern." src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bildschirmfoto-2011-09-04-um-14.43.13-188x300.png" alt="" width="188" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) findet man in der Natur oft als Unterwuchs in Wäldern.</p></div>
<p>Von der Fruchtnutzung abgesehen, gibt es auch Sorten, die wegen ihres besonderen Zierwertes bzw. ihrer gestalterischen Ein- satzmöglichkeiten ausgelesen wurden.<br />
Gedrungene Kleinsträucher für beschränkte Gartenräume sind ‚Pumilum‘ und ‚Aureum‘. Angesichts der erwähnten Standort- unempfindlichkeit der Alpen-Johannisbeere eröffnen sich hier schier unendliche Einsatzmöglichkeiten in Ziergärten. ‚Pumilum‘ bildet ein eher aufrechtes Sträuchlein und ist deswegen besonders für kleine schnittfreie Hecken geeignet. ‚Aureum‘ dagegen wächst eher breit als hoch und ist sowohl einzelstehend als auch in Gruppen als Bodendecker ein Schmuckstück. Beide Sorten setzen auch Früchte an, und ‚Aureum‘, auch Gold- Alpen-Johannisbeere genannt, punktet zusätzlich durch goldgrün schattiertes Laub, das dunkle Gartenecken aufhellen kann.<br />
Für dichte, auch flächige Abpflanzungen hervorragend geeignet ist die Sorte ‚Green Mound‘. Sie wächst breitaufrecht, besonders gedrungen und dicht belaubt, und erreicht langsam fast Mannshöhe. Auch sie ist ein Beispiel dafür, dass Alpen-Johannisbeeren ein hervorragendes Potential für öffentliche Pflanzungen besitzen.</p>
<p><em><strong>Aus: Natürlich Gärtnern 3/2011</strong></em><br />
<em><strong> Text und Fotos: Dr. Norbert Kleinz</strong></em></p>
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		<title>Wildrosenvielfalt in Rheinhessen und Mainz</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Feb 2011 15:43:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pflanzengeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[von Christoph Weinrich Wildrosensträucher sind nicht nur vielerorts landschaftsprägend, Mitteleuropa beherbergt auch eine ganz erstaunliche Vielfalt an Wildrosen: rund 30 Arten mit unzähligen Unterarten und Formen kommen hier vor. Allerdings sind Verbreitung und Häufigkeit der einzelnen Arten sehr unterschiedlich. Weit verbreitet und häufig ist vor allem die bekannte Hundsrose. Die meisten anderen Arten kommen dagegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Christoph Weinrich</p>
<p><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/2009.05.10-Mainz-Schaftriebweg-07-Rosa-sherardii-o.-scabriuscula-x-pimpinellifolia.jpg" rel="lightbox[197]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-199" title="Rosa sherardii o. scabriuscula x pimpinellifolia" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/2009.05.10-Mainz-Schaftriebweg-07-Rosa-sherardii-o.-scabriuscula-x-pimpinellifolia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Ackerrose-Rosa-agrestis-NABU-Fläche-am-Heiligenhäuschen.jpg" rel="lightbox[197]"><img class="size-thumbnail wp-image-200 alignnone" title="Ackerrose (Rosa agrestis)" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Ackerrose-Rosa-agrestis-NABU-Fläche-am-Heiligenhäuschen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Flaumrose-Rosa-tomentella-Ostseite-Bleichkopf-NABU-Fläche.jpg" rel="lightbox[197]"> <img class="alignnone size-thumbnail wp-image-201" title="Flaumrose (Rosa tomentella)" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Flaumrose-Rosa-tomentella-Ostseite-Bleichkopf-NABU-Fläche-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> <a href="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Sammetrose-Rosa-sherardii-Ostseite-Flugplatz-Layenhof.jpg" rel="lightbox[197]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-202" title="Sammetrose (Rosa sherardii)" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Sammetrose-Rosa-sherardii-Ostseite-Flugplatz-Layenhof-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Wildrosensträucher sind nicht nur vielerorts landschaftsprägend, Mitteleuropa beherbergt auch eine ganz erstaunliche Vielfalt an Wildrosen: rund 30 Arten mit unzähligen Unterarten und Formen kommen hier vor. Allerdings sind Verbreitung und Häufigkeit der einzelnen Arten sehr unterschiedlich.</p>
<p><span id="more-197"></span>Weit verbreitet und häufig ist vor allem die bekannte Hundsrose. Die meisten anderen Arten kommen dagegen nur zerstreut bis selten oder gar sehr selten vor oder sind nur gebietsweise häufiger.</p>
<p>Durch die große innerartliche Vielfalt der Wildrosen werden die Grenzen zwischen den Arten manchmal unscharf und die Bestimmung dadurch bisweilen erschwert. Nicht allzu viele Pflanzeninteressierte trauen sich wohl deswegen an die kritische Gattung der Rosen heran und so ist die Kenntnis über die Verbreitung der Arten oft noch lückenhaft. Auch der Artenschutz wird durch diese Unkenntnis erschwert, denn was man nicht kennt, das kann man schlecht schützen. Auch seltene Wildrosenarten genießen dadurch kaum Schutz und werden manchmal sogar von uns Naturschützern bei Entbuschungsmaßnahmen zusammen mit häufigeren Arten wie der Hundsrose beseitigt.</p>
<p><strong>Rheinhessen</strong></p>
<p>Wie sieht es nun in Rheinhessen mit den Wildrosen aus? Rheinhessen und Mainz sind als kalkreiche Gegenden äußerst wildrosenreich! 18 Wildrosenarten konnten wir bislang hier finden. Wenn man bedenkt, daß von den rund 30 mitteleuropäischen Wildrosenarten rund 10 Arten auf die Gebirge (v.a. die Alpen) und Küsten beschränkt sind, sind das fast alle der rund 20 Arten, die hier überhaupt vorkommen könnten!</p>
<p>Folgende Arten und Kreuzungen (Wildrosen können sich selten auch untereinander kreuzen!) wurden von uns bisher in Rheinhessen und Mainz gefunden (mit abnehmender Häufigkeit):</p>
<ul>
<li>Hundsrose (Rosa canina)</li>
<li>Weinrose (Rosa rubiginosa)*</li>
<li>Buschrose (Rosa corymbifera)</li>
<li>Fast-Hundsrose (Rosa subcanina)</li>
<li>Flaumrose (Rosa tomentella)*</li>
<li>Rauhblättrige Rose (Rosa jundzillii)*</li>
<li>Bibernellrose (Rosa pimpinellifolia)*</li>
<li>Fast-Buschrose (Rosa subcollina)</li>
<li>Feldrose (Rosa arvensis)</li>
<li>Schuttrose (Rosa vosagiaca)</li>
<li>Sammetrose (Rosa sherardii)</li>
<li>Lederrose (Rosa caesia)</li>
<li>Wein- x Bibernellrose (Rosa x biturigensis)*</li>
<li>Sammet- (?) x Bibernellrose (Rosa sherardii (?) x pimpinellifolia)</li>
<li>Filzrose (Rosa tomentosa)</li>
<li>Kratzrose (Rosa pseudoscabriuscula)</li>
<li>Kleinblütige Rose (Rosa micrantha)</li>
<li>Ackerrose (Rosa agrestis)</li>
<li>Nelkenrose (Rosa caryophyllacea)</li>
<li>Keilblättrige Rose (Rosa elliptica)</li>
</ul>
<p>Etwas westlich von Rheinhessen im Wald bei Frei-Laubersheim kommen noch vor:</p>
<ul>
<li>Essigrose (Rosa gallica)</li>
<li>Feld- x Essigrose (Rosa arvensis x gallica)</li>
</ul>
<p>Die mit * gekennzeichneten Arten und Kreuzungen würde ich als für Rheinhessen und Mainz charakteristische Arten bezeichnen, weil sie hier häufiger sind als in benachbarten Gebieten und im mitteleuropäischen Durchschnitt.</p>
<p><strong>Bleichkopf bei Jugenheim</strong></p>
<p>Auch auf und am Bleichkopf, dem Schwerpunkt der Schutzgebiete des Mainzer NABU, kommen erfreulicherweise neben den häufigen auch die &#8220;rheinhessischen&#8221; Arten vor und sogar als ganz große Seltenheit die Ackerrose, die ich für Mainz und Rheinhessen bisher nur von hier und nur in 2 Exemplaren kenne! Folgende Arten haben wir bisher auf oder am Bleichkopf gefunden:</p>
<p><img class="size-full wp-image-198 alignnone" title="Tabelle Rosen" src="http://ahornblatt-garten.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Bildschirmfoto-2011-02-20-um-16.23.52.png" alt="" width="516" height="251" /></p>
<p>Alle Bleichkopf-Rosen (außer der häufigen Hundsrose) werden im Standardwerk von Blaufuss &amp; Reichert (Pollichia-Buch Nr. 26, 1992) für Rheinhessen als sehr selten bis sehr zerstreut bezeichnet.</p>
<p><strong>Neophyten</strong></p>
<p>Grundsätzlich gefährdet sind die heimischen Wildrosenarten übrigens auch durch angepflanzte Rosenarten anderer Erdteile, die verwildern und sich mit den heimischen Arten kreuzen können (ähnliches gilt für andere Gattungen). Die ostasiatische Kartoffelrose (Rosa rugosa) bedroht u.a. an der Ostee und Nordsee, wo sie häufig gepflanzt wurde, ernsthaft die heimische, auch &#8220;Dünenrose&#8221; genannte Bibernellrose durch Verdrängung und sowie die Zimtrose (Rosa majalis) und die sehr seltene Weichblättrige Rose (Rosa mollis) durch Einkreuzung, die sehr leicht möglich ist.</p>
<p><strong>Schutz, Vermehrung, Gärten</strong></p>
<p>Obige Listen zeigen zwar den großen Artenreichtum Rheinhessens, aber sie verschweigen die große Gefahr, in der sich viele der genannten Arten befinden. Auch die seltensten Arten wachsen meistens auf Flächen, wo sie jederzeit (und oft sogar absehbar) beseitigt werden können: Weg-, Straßen- und Ackerränder (die regelmäßig von höherem Aufwuchs befreit, manchmal sogar totgespritzt werden), Böschungen und Hecken in der Feldflur (denen es ebenso ergeht), Brachflächen (die wieder in Nutzung genommen werden können) oder Naturschutzflächen (die z. T. entbuscht werden). Oder aber an Stellen, wo sie auf Dauer von Bäumen überwachsen werden, wie beispielsweise eine besonders kleinwüchsige Form der Sammetrose in Mainz-Finthen. Dabei ergibt sich aus der großen Arten- und Formenvielfalt und der Seltenheit vieler Arten und Formen für uns eine Verantwortung für deren Schutz.</p>
<p>Wenn wir seltene Arten oder Formen finden, dann versuchen wir oft, den Besitzer der Flächen zu finden und für Schonung und Schutz der seltenen Rosen zu werben. So hat z.B. die Stadt Mainz mit uns seltene Rosen vom Mainzer Ring vor dem Ausbau auf eine Ausgleichsfläche umgepflanzt oder an anderer Stelle mit Zäunen geschützt. Die Wolfgang-Philipp-Gesellschaft sichert zusammen mit Baumschule Ahornblatt in Mainz seltene – auch Mainzer und rheinhessische – Wildrosenarten und -formen durch Aufpflanzung in großen Sammlungen und teilweise auch durch Vermehrung und Verkauf. So ist z.B. die besagte kleinwüchsige Sammetrose aus Mainz-Finthen inzwischen als Sorte &#8216;Finther Zwerg&#8217; im Angebot von Ahornblatt.</p>
<p>Die Wildrosen verdienen auch wegen ihres hohen Wertes für die Tierwelt unseren Schutz. Vögel brüten oft in ihnen und nähren sich – wie auch Kleinsäuger – von ihren Früchten. Etliche Kerbtiere leben von und an ihren Blüten, Blättern, Zweigen und Früchten.<br />
Und als Tierschutz- und wunderbare Ziergehölze passen sie auch noch bestens in unsere Gärten, wobei man den Raumbedarf der jeweiligen Art beachten und ggf. kleinwüchsige Arten auswählen sollte. Schön für Gärten sind dabei auch die z.T. uralten und leider zu Unrecht fast völlig in Vergessenheit geratenen Gartenformen der heimischen Wildrosenarten, insbesondere der Essig- und der Bibernellrose, die als inzwischen vielfach vom Aussterben bedrohtes Kulturerbe übrigens auch unseren Schutz verdienen und oft einen ähnlich hohen Wert für die Tierwelt haben wie ihre wilden Verwandten.</p>
<p><strong>Buchtipp:</strong> Timmermann &amp; Müller: Wildrosen und Weißdorne Mitteleuropas, Verlag des Schwäbischen Alpvereins, ISBN 3-920-801-40-0.</p>
<p><strong><em>Der Aufsatz wurde aus dem NABUlletin des Natuschutzbundes Mainz und Umgebung entnommen. </em></strong><a href="http://www.nabu-mainz.de" target="_blank">http://www.nabu-mainz.de</a></p>
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