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Archiv der Kategorie ‘Pflanzengeschichten‘

 
 

Eine Kletterrose im Beton!?

Vielleicht haben Sie auch eine Terrasse auf der Sie gerne eine Wand begrünen möchten, aber unter den Platten ist Beton?
Einer unserer Kunden aus Mainz stand vor diesem Problem und wollte sich nicht davon abbringen lassen dennoch eine Kletterrose (Rosa arvensis ‚Plena‘) zu pflanzen.
Wir haben ihn natürlich gerne bei seinem Vorhaben unterstützt.
Ob das Experiment wirklich gelingt, sehen wir im nächsten Jahr. Wir wünschen aber auf jeden Fall viel Glück und freuen uns auf weitere Bilder der Rose.

Haben Sie Ähnliches probiert und können davon berichten? Dann schreiben Sie uns nachricht@ahornblatt-garten.de

Der Wildapfel Geising – Förderpflanze 2013

Saftig, herbsüß und mit einer besonderen Würze, wie sie nur Wildäpfel haben, überraschte der Geising unseren Tester. Außerdem schien er eine belebende Wirkung zu haben und den Magen zu beruhigen. Probieren Sie ihn doch auch einmal.

Vom Verkaufserlös dieser Pflanze fließt ein Teil unmittelbar in gemeinnützige Pflanzen-Artenschutzprojekte, augenblicklich insbesondere in die Erweiterung und Unterhaltung von Pflanzen-Genbanken (bisher 2½ Hektar). [zum Wildapfel Geing im Pflanzenmarkt]


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Den gemeine Pfeifenstrauch – (Philadelphus coronarius)

Hinter dem etwas schnöden Namen verbirgt sich unser vielleicht betörendster Duftstrauch. Der Volksmund nennt ihn denn auch „Jasmin“, obwohl er mit diesem südlichen Ölbaumgewächs pflanzenkundlich nichts zu tun hat. Als wir unsere ersten „Jasmine“ gepflanzt hatten, wunderten wir uns allerdings, daß die ansehnlichen schneeweißen Blüten nur ein flaues Gerüchlein von sich gaben. Waren die Beschreibungen maßlos übertrieben gewesen? Eines Sommertages, auf dem Weg zu einer Jugendherberge, kam ich an einem alten Gebüsch vorbei, das mit weißen Blüten bedeckt war – ohne Zweifel Pfeifensträucher. Als ich die Wagenscheibe etwas herunterdrehte, schwappte ein köstlich süßer Duft herein. Ich sprang aus dem Wagen – da waren sie tatsächlich: Sträucher mit dem berühmten Jasminduft. Nach weiterer Nachforschung des Rätsels Lösung: Unsere Gartenkünstler, denen nichts in der Natur gut genug ist, haben an dem armen Pfeifenstrauch so lange herumgezüchtet und -gekreuzt, bis der Duft weg war. Keine Frage, daß wir bei Ahornblatt nur den echten, duftenden „Jasmin“ bereithalten.

Der schwarze Geißklee (Cytisus nigricans)

In meinen Naturgarten-Pioniertagen erstand ich mir ein schönes Buch, in dem die verschiedensten Straucharten bunt abgebildet und beschrieben waren. Als ich mir die heimischen Wildarten heraussuchte, stieß ich auf einen kleinen Strauch mit gelben Blütentrauben, der meine Aufmerksamkeit erregte, den Schwarzen Geißklee (Cytisus nigricans). Seine Beschreibung schloß allerdings mit dem vernichtenden Urteil: „als Zierpflanze wenig wirkungsvoll“. Dieser Verriß wollte gar nicht zu dem danebenstehenden Lichtbild passen, und so ließ ich mich glücklicherweise nicht abschrecken. Der Schwarze Geißklee ist seitdem zu einer unentbehrlichen Pflanze gerade für kleinere Naturgärten geworden, wo er als unermüdlicher Blüher ein Blickfang ist. Der Grund seiner Abwertung ist wo möglich nur, daß er kein Exot ist. Denn was nicht von weit her ist …

Der gelbe Blasentrauch (Colutea arborescens)

33-2009.05.30 Koppel 076 - Colutea arborescens-001Eines Tages gingen wir zusammen mit dem Besitzer durch einen der ersten von uns angelegten Naturgärten. Dort waren neben dem Wege einige Gelbe Blasensträucher gepflanzt, die in voller Blüte standen. Als wir gerade die schönen gelben Schmetterlingsblüten bewunderten, gewahrten wir plötzlich ein stattliches schwarzbraunes Kerbtier, das emsig Nektar oder Blütenstaub sammelte. Wenn es zur nächsten Blüte flog, ließ es ein tiefes Gebrumm vernehmen. Wir hatten so ein Tier noch nie gesehen und erfuhren erst später, Holzbiene an Colutea arborescensdaß es sich um die seltene Holzbiene handelte. Seitdem sind wir diesem auffälligen Tier in vielen Naturgärten begegnet, in denen der Gelbe Blasenstrauch gepflanzt ist. Ein Berichter des Hessischen Rundfunks verfolgte gar eine von ihnen mit dem Mikrophon, um ihr auffälliges Fluggeräusch in sein Stimmungsbild des Naturgartens aufzunehmen.

Die wilde Rebe (Vitis vinifera ssp. silvestris)

Wilde Rebe in den MarchauenDie Wilde Rebe darf nicht verwechselt werden mit der Waldrebe (Clematis vitalba) oder dem sogenannten Wilden Wein (Parthenocissus spec.). Die letzteren sind Allerweltspflanzen, die erste ist eines der seltensten Gewächse Mitteleuropas. Sie ist die fast ausgerottete wilde Stammmutter der Weintraube, und es gibt von ihr in Deutschland vielleicht nur noch ein paar Dutzend Pflanzen. Es war ein besonderes Erlebnis für uns, die Wilde Rebe einmal bei einer Wanderung durch den Urwald der Marchauen in Niederösterreich in mächtigen Exemplaren sehen und photographieren zu können. Kaum hatten wir die Bilder gemacht und unseren Weg fortgesetzt, erblickten wir mitten im Urwald ein paar Leute, die sich auch für die Pflanzen zu interessieren schienen. Es stellte sich heraus, daß es Wissenschaftler aus der Schweiz waren, die in Europa herumreisten, um die letzten Wilden Reben zu erforschen – ein berühmtes Gewächs also, das Besuch von weit her empfängt. Übrigens: Die Wilde Rebe ist zweihäusig, also nach Möglichkeit mehrere pflanzen!

Die kleine Schwester der Wildkirsche: Vielseitig verwendbare Zwergweichsel

Dass es in Mitteleuropa nicht nur Tafelkirschen gibt, sondern auch wilde Kirschen, wissen sicherlich die meisten Menschen. Viele kennen die wilde Vogelkirsche (Prunus avium) aus Laubwäldern und Hainen. Schon deutlich weniger Menschen wissen, dass die Sauerkirsche oder Weichsel (Prunus cerasus) bei uns zwar verwildert, aber wahrscheinlich nicht ursprünglich wild vorkommt. Die allerwenigsten jedoch werden die heimische kleine Schwester der genannten Wildkirschen kennen, die Zwergweichsel (Prunus fruticosa), die auch Steppenkirsche genannt wird.

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