Neuerungen bei Ahornblatt

Liebe Kundinnen und Kunden,

wie Sie untenstehender Mitteilung entnehmen können, wird Ahornblatt zum gemeinnützigen Verein.

Alles hierzu finden Sie auch unter: www. ahornblatt-pflanzenvielfalt.de

Zum Pflanzen-Verkauf (des Vereins) geht es hier oder oben über „Pflanzenverkauf“.

mit freundlichen Grüßen

ihre Ahornblatt-Mannschaft

Das Projekt soll weiterleben

Liebe Kundinnen und Kunden, liebe Naturgartenbegeisterte!

Wie bereits angekündigt wird es bei Ahornblatt einige Veränderungen geben.

Die Ahornblatt GmbH ist das Ergebnis jahrzehntelanger, größtenteils ehrenamtlicher, Arbeit. Das Konzept, welches hieraus entwickelt wurde, nennt sich Erhaltung durch Nutzung und bekam 2011 den Loki-Schmidt-Preis. Aus diesem Gedanken entwickelte sich auch das beliebte UrObst® – Konzept. Bei unserer Arbeit geht es weniger um den Profit, als um das Gemeinwohl und darum, die Biodiversität der heimischen Pflanzenwelt zu erhalten und für den (nicht nur heimischen) Garten nutzbar zu machen.

Das Bienensterben und die Biologische Vielfalt sind in aller Munde, doch wir erhalten bislang keinerlei Förderungen, auch wenn wir mit unserer Arbeit einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Biodiversität von Pflanzen und Insekten leisten.

Die Vergangenheit zeigte, dass es ohne das große (größtenteils ehrenamtliche) Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen wäre, dieses Projekt über eine so lange Zeit aufrechtzuerhalten – wir danken Ihnen/ Euch an dieser Stelle! Die zunehmend zurückgehende Bereitschaft von Menschen, sich ehrenamtlich einzusetzen, erschwert, das Projekt weiter aufrecht zu erhalten. Dies, gepaart mit schweren gesundheitlichen Problemen bei entscheidenden Personen veranlasst uns, zu dem Schritt die Ahornblatt GmbH aufzulösen.

Wir möchten die Flinte nicht ins Korn werfen, benötigen aber dringend Ihre / Eure Unterstützung.

In den nächsten Monaten wird der gemeinnützige Verein Ahornblatt – Zukunftswerkstatt Pflanzenvielfalt entstehen, welcher den Grundgedanken weiterführen soll. Ahornblatt – Zukunftswerkstatt Pflanzenvielfalt wird zwei europaweit einzigartige Gehölzsammlungen unterhalten, welche als lebendige Gendatenbanken einen unschätzbaren Wert für unsere Nachwelt haben. Die Genbanken gilt es zu erhalten, weiterzuentwickeln, zu bewirtschaften und die Forschungsergebnisse anderen zugänglich zu machen. Neben dem ideellen Bereich wird der gemeinnützige Verein zudem auch einen Geschäftsbetrieb bekommen, der sich auf den Pflanzenvertrieb konzentriert. Das UrObst® liegt uns hier besonders am Herzen.

Ob das ganze ein Erfolg wird, können Sie entscheidend mitbestimmen. Neben Geld- und Sachspenden freuen wir uns besonders über tatkräftige Menschen, die sich gerne einbringen wollen und Ahornblatt – Zukunftswerkstatt Pflanzenvielfalt mit aufbauen und mit Leben füllen wollen. Dies muss nicht nur ehrenamtlich sein.

Alles rund um den gemeinnützigen Verein Ahornblatt – Zukunftswerkstatt Pflanzenvielfalt gibt es unter: https://ahornblatt-pflanzenvielfalt.de

Wir freuen uns auf Ihre / Eure Mithilfe und gehen hoffnungsvoll in die Zukunft.

Ihre Ahornblatt- Mannschaft

Den gemeine Pfeifenstrauch – (Philadelphus coronarius)

Hinter dem etwas schnöden Namen verbirgt sich unser vielleicht betörendster Duftstrauch. Der Volksmund nennt ihn denn auch „Jasmin“, obwohl er mit diesem südlichen Ölbaumgewächs pflanzenkundlich nichts zu tun hat. Als wir unsere ersten „Jasmine“ gepflanzt hatten, wunderten wir uns allerdings, daß die ansehnlichen schneeweißen Blüten nur ein flaues Gerüchlein von sich gaben. Waren die Beschreibungen maßlos übertrieben gewesen? Eines Sommertages, auf dem Weg zu einer Jugendherberge, kam ich an einem alten Gebüsch vorbei, das mit weißen Blüten bedeckt war – ohne Zweifel Pfeifensträucher. Als ich die Wagenscheibe etwas herunterdrehte, schwappte ein köstlich süßer Duft herein. Ich sprang aus dem Wagen – da waren sie tatsächlich: Sträucher mit dem berühmten Jasminduft. Nach weiterer Nachforschung des Rätsels Lösung: Unsere Gartenkünstler, denen nichts in der Natur gut genug ist, haben an dem armen Pfeifenstrauch so lange herumgezüchtet und -gekreuzt, bis der Duft weg war. Keine Frage, daß wir bei Ahornblatt nur den echten, duftenden „Jasmin“ bereithalten.

Der schwarze Geißklee (Cytisus nigricans)

In meinen Naturgarten-Pioniertagen erstand ich mir ein schönes Buch, in dem die verschiedensten Straucharten bunt abgebildet und beschrieben waren. Als ich mir die heimischen Wildarten heraussuchte, stieß ich auf einen kleinen Strauch mit gelben Blütentrauben, der meine Aufmerksamkeit erregte, den Schwarzen Geißklee (Cytisus nigricans). Seine Beschreibung schloß allerdings mit dem vernichtenden Urteil: „als Zierpflanze wenig wirkungsvoll“. Dieser Verriß wollte gar nicht zu dem danebenstehenden Lichtbild passen, und so ließ ich mich glücklicherweise nicht abschrecken. Der Schwarze Geißklee ist seitdem zu einer unentbehrlichen Pflanze gerade für kleinere Naturgärten geworden, wo er als unermüdlicher Blüher ein Blickfang ist. Der Grund seiner Abwertung ist wo möglich nur, daß er kein Exot ist. Denn was nicht von weit her ist …

Der gelbe Blasentrauch (Colutea arborescens)

33-2009.05.30 Koppel 076 - Colutea arborescens-001Eines Tages gingen wir zusammen mit dem Besitzer durch einen der ersten von uns angelegten Naturgärten. Dort waren neben dem Wege einige Gelbe Blasensträucher gepflanzt, die in voller Blüte standen. Als wir gerade die schönen gelben Schmetterlingsblüten bewunderten, gewahrten wir plötzlich ein stattliches schwarzbraunes Kerbtier, das emsig Nektar oder Blütenstaub sammelte. Wenn es zur nächsten Blüte flog, ließ es ein tiefes Gebrumm vernehmen. Wir hatten so ein Tier noch nie gesehen und erfuhren erst später, Holzbiene an Colutea arborescensdaß es sich um die seltene Holzbiene handelte. Seitdem sind wir diesem auffälligen Tier in vielen Naturgärten begegnet, in denen der Gelbe Blasenstrauch gepflanzt ist. Ein Berichter des Hessischen Rundfunks verfolgte gar eine von ihnen mit dem Mikrophon, um ihr auffälliges Fluggeräusch in sein Stimmungsbild des Naturgartens aufzunehmen.

Die Weiden – duftende Pracht des Frühlings

Die Weiden (Salix), mit einem alten Wort auch Felber genannt, sind ein Teil der heimischen Pflanzenwelt, der viel mehr Beachtung verdient. „Weiden werden große Bäume und wachsen am Wasser“ – so denken viele. Dabei hat diese Gattung viel mehr zu bieten. Wir bemühen uns laufend, unter den zahllosen heimischen Arten und Formen solche zu finden, die als nicht zu große Sträucher wachsen und die auch Trockenheit vertragen. Jedenfalls gehören Weiden in jeden Naturgarten. Ihr Blattschmuck wertet jede Hecke auf, und ihre meist sehr frühen Blütenkätzchen bringen Duft und zarte Farben in den Garten. Und noch etwas: Kaum eine heimische Gehölzgattung ist für unsere Kerbtiere wie Wildbienen und Hummeln so wichtig wie die Weiden!

Schwester Blume und Bruder Strauch – was der Hl. Franziskus schon wußte

Cytisus hirsutusRosa villosa 'Hohe Stiege'Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) 'Majorenhof'

Unsere Pflanzen sind sorgfältig ausgewählte heimische Arten, darunter viele verschollene Gartenschätze und in der Natur bedrohte Gewächse. Es lohnt sich, sie auch dementsprechend zu behandeln. Sie wollen keine anonyme, in Form gehaltene Gründekoration sein, sondern in ihrer Eigenart gewürdigte Lebewesen. Deshalb ein paar Hinweise und Bitten: Wählen Sie die richtige Pflanze für den geplanten Standort (Boden, Feuchtigkeit, Licht). Unsere Vorüberlegungen helfen Ihnen dabei. Wählen Sie Pflanzen, deren Endwuchshöhe die von Ihnen gewünschte nicht überschreitet, damit Sie nicht schneiden müssen. Aus demselben Grunde: Halten Sie ausreichende Abstände zwischen den Pflanzen und zu Wegen und Grundstücksgrenzen (z.B. bei Mittelsträuchern 1 m). Nur eine freiwachsende Pflanze entfaltet die ihr eigene Wuchsgestalt.
Naturschaugarten Lindenmühle